Fehler im Drogen- und Suchtbericht 2008 ?
Geschrieben von admin in Neues von Sabine Bätzing, RaucherdiskriminierungAm 5. Mai stellte die Antiraucherbeauftragte Drogenbeauftragte der Bundesregierung Frau Bätzing den neuen, aus Steuermitteln finanzierten Drogen- und Suchtbericht 2008, dar.
Nach meiner im Folgenden dargestellte Analyse des Berichtes, kann ich die Steuerzahler nur gratulieren: Ihre Steuern wurden wieder Mal für einen möglicherweise pseudowissenschaftlichen Bericht rausgeschmissen.
Analyse des Berichtes
In dieser Analyse beschäftige ich mich nur mit den im Bericht dargestellten Zahlen.
Jährlich sterben in Deutschland etwa 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens…. S. 10
Interessant, das Statistischer Bundesamt teilt mit, dass in Deutschland 42.217 Personen an tabakbedinten Erkrankungen sterben.
und etwa 3.300 Menschen durch Passivrauchen… S.10
Hmmm, wäre nett, wenn man umstrittene und pseudowissenschaftliche Berichte nicht als Grundlage für Panikmacherei im Drogenbericht benutzen würde.LINK
Eine Aussage “es gibt 3300 Tote wegen Passivrauchens” ist eindeutig falsch.
Nach einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts tns-emnid für den
Bereich der Gaststätten begrüßen 71 % der Deutschen die Rauchverbote …. S.11
Also hier befürworten ganzen 39 % das Rauchverbot, in vielen anderen Umfragen, die veröffentlicht wurden, ist es genau so. Habe gerade eine ganze Stunde lang gesucht und diese Umfrage von tns-emnid nicht gefunden. Nur die Hinweise darauf, dass es die gibt. Eine “verschwundene Umfrage”?
In Deutschland sind schätzungsweise 1,4–1,5 Millionen Menschen medikamentenabhängig… S.12
Man fragt sich, ob die Pharmalobby beim Bericht mitgeholfen habe??? Wie wäre es mit über 1,9 Millionen:
Nach Zahlen des IFT München (Kraus und Augustin, 2001), das im Auftrag des BMGS in 2000 eine Repräsentativerhebung u.a. zur Medikamentenabhängigkeit durchführte, muss mit einer Zahl von 1,9 Millionen Medikamentenabhängigen gerechnet werden. Dabei basieren diese Ergebnisse nur auf Befragung der Bevölkerungs-Stichprobe zwischen 18 und 59 Jahren. Da andere Untersuchungen vor allem bei älteren Menschen hohe Prävalenzzahlen fanden (Weyerer und Zimber, 1997), liegt die tatsächliche Zahl sogar noch höher…
Quelle:Link S. 5
Die volkswirtschaftlichen Kosten des Rauchens für die Gesellschaft werden auf 18,8 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt… S.38
Diese Information wurde aus einer Studie entnommen, bei der man die Kosten für die medizinische Versorgung und den Arbeitsausfall durch das Rauchen einfach zusammenzählte… Tatsache ist aber, dass jeder Raucher im Vergleich zu einem Nichtrauchernur das Gesundheitssystem um ca. 31000 Euro entlastet . Tatsache ist auch, dass jeder Raucher zusätzlich die Rentenkasse um ca. 112.896 Euro entlastet. Insgesamt beträgt die Entlastung ca. 143.896 Euro.
Bemerkung: jeder Raucher hat um ca. 10 Jahre kleinere Lebenserwartung, als ein Nichtraucher. Davon entfallen ca. 8 Jahren auf das Rentenbezugsalter. Die durchschnittliche Rente beträgt in Deutschland(West) 1176 Euro monatlich. Somit kommen wir auf 1176 Euro X 96 Monaten = 112896 Euro.
Eigentlich bedeutet diese Tatsache, dass die 16 Mio. erwachsene Raucher die Renten- und Krakenkassen um ca. 143896 Euro X 16 Mio. Raucher = 2302 Mrd. Euro entlasten. Bei der durchschnittlichen restlichen Lebenserwartung in Deutschland von 39,2 Jahren, stellt man folgendes fest:
Die Raucher entlasten die Kranken- und Rentenkassen in Deutschland um ca. 58,7 Mrd. Euro jährlich.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen insgesamt, dass steuerinduzierte Preiserhöhungen das gewünschte gesundheitspolitische Ziel – den Nichtraucheranteil in der Bevölkerung zu erhöhen – unterstützen. Sie sind somit ein effektives Mittel zur Prävention des Rauchens… S. 50
Mag sein… Interessant ist aber folgendes Artikel von Handelsblatt: Link
Zitat aus dem Artikel:
Beide Arbeiten kommen zu dem Ergebnis: Der Zusammenhang zwischen Tabaksteuer und Zigarettenkonsum wird überschätzt. Schließlich reagieren viele Raucher mit Ausweichreaktionen auf höhere Tabaksteuern – manche steigen auf billigeren Feinschnitt um, andere auf Schmuggel-Zigaretten…
Die Ökonomen stellten fest:Wenn die Tabaksteuer um ein Prozent steigt, sinkt die Zahl der gerauchten Zigaretten um 0,2 Prozent. Doch die Nikotinmenge, die ein Raucher pro Zigarette konsumiert, steigt um 0,4 Prozent. Bei Kettenrauchern ist der Effekt noch höher. „Die Ergebnisse stellen den Sinn von Steuern als Mittel zur Verringerung des Rauchens in Frage“, lautet das Fazit der Autoren.
Bleiben nur noch ein Paar Fragen:
1. Wann hört der Antiraucherschwachsinn mindestens in Studien und Berichten auf?
2. Wurden die von mir verfassten Informationen bewusst verschwiegen?
3. Wann kommen die Medien in diesem Land endlich Mal auf die Idee, die Ihnen vorgestellten Daten selbst zu analysieren?
4. Interessant, wie viele Angaben im Bericht sind noch falsch?
5. Wann hört die Diskriminierung derjenigen Menschen in diesem Land auf, die es überhaupt möglich machen, die Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge nicht weiter zu erhöhen?
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